Bitcoin um über 50 % gefallen – Totgesagt wie so oft!
- Roberto De Luca

- 15. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Juni

Nach langer Zeit melde ich mich wieder zurück. In den vergangenen Monaten war es meinerseits etwas ruhiger. Doch die aktuellen Entwicklungen am Markt geben Anlass, wieder einmal über Bitcoin zu sprechen.
Bitcoin hat erneut eine grosse Korrektur erlebt – eine Entwicklung, die von vielen Marktbeobachtern bereits erwartet wurde. Vom Höchststand bei rund 126’000 US-Dollar fiel der Kurs zeitweise auf knapp unter 60’000 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 53 %.
Kaum fallen die Kurse deutlich, sind die Schlagzeilen wieder dieselben:
„Bitcoin ist gescheitert.“
„Bitcoin ist tot.“
„Die Blase ist geplatzt.“
Wer jedoch etwas länger dabei ist, kennt dieses Muster bereits. Tatsächlich wurde Bitcoin in den vergangenen 15 Jahren unzählige Male für tot erklärt. Dennoch notiert der Kurs heute immer noch deutlich höher als vor wenigen Jahren. Allein über die letzten sechs Jahre gerechnet liegt Bitcoin trotz der aktuellen Korrektur noch immer über 600 % im Plus.

Sind die Tiefststände bereits erreicht?
Nach meiner persönlichen Analyse könnte die aktuelle Korrektur noch nicht vollständig abgeschlossen sein. Es wäre durchaus möglich, dass Bitcoin bis in den Herbst hinein weiter unter Druck bleibt und noch tiefere Kurse testet.
Doch selbst wenn dies eintritt, würde das nichts an den fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin verändern.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Bitcoin in den kommenden Wochen 10 oder 20 Prozent steigt oder fällt.
Die entscheidende Frage lautet:
Hat sich an den langfristigen Fundamentaldaten etwas verändert?
Meiner Ansicht nach lautet die Antwort klar: Nein.
Warum Bitcoin langfristig weiterhin enormes Potenzial besitzt
Bitcoin bleibt das einzige wirklich knappe digitale Gut der Welt. Die maximale Anzahl von 21 Millionen Bitcoin ist unveränderbar festgelegt und kann nicht beliebig ausgeweitet werden.
Während Staaten weltweit ihre Geldmengen kontinuierlich erhöhen und Schuldenberge immer weiter wachsen, bleibt Bitcoin mathematisch begrenzt.
Zusätzlich sprechen mehrere Faktoren für die langfristige Entwicklung:
Die weltweite Akzeptanz steigt kontinuierlich.
Immer mehr institutionelle Investoren beschäftigen sich mit Bitcoin.
Die Infrastruktur rund um Bitcoin wird laufend ausgebaut.
Die Nachfrage wächst langfristig schneller als das verfügbare Angebot.
Mit jedem Halving reduziert sich das neu auf den Markt kommende Angebot weiter.
Historisch betrachtet waren starke Korrekturen von 50 % bis 80 % ein normaler Bestandteil jedes grossen Bitcoin-Zyklus. Bisher folgten auf diese Phasen stets neue Höchststände.
Natürlich gibt es keine Garantie, dass sich die Vergangenheit exakt wiederholt. Dennoch zeigen die bisherigen Daten, dass die grössten Chancen oft dann entstanden, wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer besonders pessimistisch war.
Mein persönlicher Ansatz

Wer heute noch unsicher ist, ob er Bitcoin kaufen soll oder nicht, muss keine Alles-oder-Nichts-Entscheidung treffen.
Ein möglicher Ansatz besteht darin, bereits jetzt monatlich einen festen Teil des Einkommens in Bitcoin zu investieren und dadurch langfristig Positionen aufzubauen. Dieses Vorgehen wird häufig als Cost-Average-Effekt bezeichnet und reduziert das Risiko, den perfekten Einstiegszeitpunkt treffen zu müssen.
Gleichzeitig lohnt es sich, die weitere Marktentwicklung aufmerksam zu verfolgen.
Sollte Bitcoin tatsächlich noch einmal in den Bereich von 40’000 US-Dollar fallen, wäre dies aus meiner Sicht eine aussergewöhnlich attraktive Gelegenheit. Betrachtet man die bisherige Geschichte von Bitcoin, könnte ein solcher Preisbereich rückblickend zu den interessantesten Kaufgelegenheiten überhaupt zählen.
Was nun?
Kurzfristig sind weitere Schwankungen jederzeit möglich. Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wo Bitcoin in einigen Wochen oder Monaten stehen wird.
Langfristig jedoch bleibt die zentrale Frage bestehen:
Was passiert mit einem weltweit begrenzten Gut, dessen Angebot fix ist, während die Nachfrage über Jahre hinweg weiter wächst?
Genau aus diesem Grund betrachte ich die aktuelle Korrektur nicht als das Ende von Bitcoin, sondern als einen weiteren Abschnitt in einem langfristigen Entwicklungsprozess.
Die lautesten „Bitcoin ist tot“-Schlagzeilen erschienen bisher meist genau dann, als sich die grössten Chancen für geduldige Investoren geboten haben.
Ro₿y
Disclaimer: Alles in diesem Artikel basiert auf meiner persönlichen Analyse und meiner eigenen Einschätzung des Marktes. Dies ist keine Finanzberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Jeder ist für seine eigenen Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich.



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