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Reto Spring: Warum private Vorsorge immer wichtiger wird!

Reto Spring
Reto Spring, Präsident Finanzplaner Verband Schweiz, Zug

Reto Spring, ein anerkannter Experte für Finanzplanung, zeigt in seinem Artikel auf, dass die Schweizer Altersvorsorge, wie wir sie heute kennen, langfristig nicht ausreichen wird. Das traditionelle System der Altersvorsorge – vor allem die AHV und die Pensionskasse (BVG) – steht vor großen Herausforderungen. Sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen belasten das umlagefinanzierte System, sodass die AHV ohne umfassende Reformen in Zukunft kaum mehr als „Taschengeld“ sein könnte. Auch die BVG verliert zunehmend an Kaufkraft, da ihr aktuell ein Inflationsausgleich fehlt. Dies bedeutet, dass die berufliche Vorsorge zwar ein wichtiger Vermögenswert ist, aber über die Jahre aufgrund der Inflation an Wert verliert.



Private Vorsorge als zentrales Standbein der Zukunft

Früher deckten AHV und BVG einen großen Teil des Lebensunterhalts im Alter ab, aber dieser Schutz schwindet, vor allem für gutverdienende Personen, die heute schon mehr als die Hälfte ihrer Altersvorsorge selbst ansparen müssen. Die private Vorsorge wird daher für viele zum zentralen Standbein, um finanzielle Sicherheit im Alter zu gewährleisten. Die Generation Z, die jüngsten Berufseinsteiger, sollten frühzeitig beginnen zu sparen und zu investieren, um langfristig eine tragfähige „vierte Säule“ aufzubauen.


Ein praktisches Beispiel: Eltern, die die Kinderzulage monatlich in einen Indexfonds anlegen, könnten über die Jahre ein beträchtliches Vermögen für ihre Kinder aufbauen. Selbst bei konservativen Schätzungen würde sich diese „vierte Säule“ langfristig positiv auf die finanzielle Absicherung auswirken, bis 1.5 Mio CHF!



Neue Lebensmodelle erfordern flexible Finanzplanung

Die alten Lebensphasen von „Bildung – Beruf – Ruhestand“ gelten heute nicht mehr. Menschen führen zunehmend flexiblere Karrieren, wechseln häufiger den Beruf und bilden vielfältige Familienstrukturen. Daher wird es wichtiger, über eine starre Altersvorsorge hinaus zu denken und in allen Lebensphasen eine flexible Finanzplanung zu haben. Die Pensionskassen entwickeln bereits Modelle, um diesen wandelnden Bedürfnissen gerecht zu werden.



Investieren statt Sparen: Warum der 3a-Kontoansatz nicht genügt

Eine passive Sparlösung wie das 3a-Konto reicht heutzutage nicht mehr aus, da die Zinsen dort oft nicht die Inflation decken. Wer sein Vorsorgekapital über 3a aufbaut, sollte einen möglichst hohen Aktienanteil wählen, um langfristig Wertzuwachs zu erzielen. Spring betont, dass 90 Prozent des Anlageerfolgs auf der richtigen Vermögensstrukturierung und den Kosten basieren – zwei Faktoren, die auch für die private Vorsorge entscheidend sind.



Finanzplanung als Stressreduzierung und Wohlstandsaufbau

Ein solider Finanzfahrplan schafft Sicherheit, Orientierung und sogar Zufriedenheit, da er hilft, finanzielle Herausforderungen zu meistern und langfristig vorzusorgen. Ein Finanzcoach kann dabei unterstützen, sich auf den langen Vorsorgemarathon einzustellen und auf unerwartete Wendungen vorbereitet zu sein.



Fazit:

Reto Springs Ausführungen verdeutlichen, dass die private Vorsorge in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Die finanzielle Planung muss sich diesen Veränderungen anpassen, um auch bei niedrigen AHV- und BVG-Leistungen eine stabile Altersvorsorge zu ermöglichen.



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